Will ich oder muss ich?

Heute haben mich philosophische Fragen zum Thema Sport beschäftigt. Aber bevor es Ernst wird, lasst mich schnell auf die schönste Nebensache der Welt eingehen: das Essen.

Frühstück war ein leckerflockiges Oatmeal mit Birne und Zimt, dekoriert mit einem Esslöffel Crunchie-Müsli. Sehr gute Variante – ich fand besonders die Kombi warm und weich (Oatmeal) und kalt und was zum Knabbern (Müsli)  lecker.

Mittagessen war ein ganz entzückende Salat-Ungeheuer (Romana-Salat, Tomaten, Karotten, rote Paprika, Frühlingszwiebel, Oliven) mit einer Portion eingelegtem und angebratenem Tofu.

Vorher:

Früher hätte man mich mit Tofu jagen können. Aber als ich letztes Jahr in China war, habe ich den Herrn ganz neu kennen gelernt. Er nimmt andere Aromen super an und lässt sich deshalb ausgezeichnet marinieren. Ich habe meinen Tofu gestern in Sesamöl, Ingwer und Zitronensaft eingelegt und später angebraten und hatte heute ein lecker-asiatisches i-Tüpfelchen für meinen Salat.

Nachher:

Dazu gab es eine halbe Brezen und zum Nachtisch ein Mini-Milkyway und Obst.

Nach dem Training (Intervalltraining: einlaufen, 5 mal 400 m schnell, dann 400 m langsam im Wechsel) hatte ich eine regelrechte Fleischeslust! Deshalb habe ich mir zu meinem scharfen Kürbisgemüse (sehr zu empfehlen, Rezept folgt am Wochenende) ein Putensteak in die Pfanne gehauen. 20 Minuten später war die Anne glücklich…und das war noch vor meinem Telefonat mit Mr. Rudy.

Aber nun zu der philosophischen Frage des Tages: Mache ich Sport weil ich will oder weil ich muss? Aufhänger war dieser Post von Miss Monster.

Im Moment gehöre ich nicht zu den Menschen die sechs Mal die Woche Sport machen, weil es ihnen ein inneres Bedürfnis ist. Ich verfolge damit ein konkretes Ziel bzw. sogar mehrere Ziele.

Ich will endlich wieder einen Halbmarathon laufen, ich brauche einen Ausgleich für meinen stressigen Lebensrhythmus und wenn ich nebenbei ein paar Pfunde loswerde, umso besser.

Deshalb arbeite ich meinen Trainingplan im Moment eher ab und quäle mich auch mal durch die eine oder andere Laufeinheit regelrecht durch. Wobei das Problem nicht unbedingt das Training an sich ist. Das Problem ist eher, sich nach einem langen Arbeitstag überhaupt zu motivieren aufs Laufband zu gehen, statt Zuhause ein Glas Wein zu trinken oder das gute Buch am Wochenende gegen eine lockere Laufeinheit im Nieselregen zu tauschen.

Für mich ist Sport im Moment häufig Überwindung. Ich freue mich aber auf den Tag, an dem Sport so zur Routine geworden ist, dass ich mir die Frage „ja“ oder „nein“ gar nicht mehr stelle ,sondern schnell die Schuhe schnüre. Ab und an klappt es sogar schon, wie bei meinem „Katerlauf“ am Samstag, aber eben noch nicht immer. Natürlich fühle ich mich nach solchen „Arbeitsläufen“ noch viel mehr wie eine Königin, aber dieses Gefühl ist leider vorher immer so schwer vorstellbar.

Fazit: Im Moment muss ich laufen weil ich will. Aber irgendwann möchte ich an den Punkt kommen, an dem ich Laufen will, weil mein Körper einfach laufen muss.

Frage in die Runde: Seit Ihr natural born Sporttalente oder müsst Ihr Euch auch ab und an quälen? Und was motiviert Euch, das Training durchzuziehen?

Eine Antwort

  1. Guten Morgen Anne,

    Du hast genau verstanden, wie ich meinen Post meinte.

    Wir laufen, weil wir wissen, daß es uns gut tut aus den verschiedensten Gründen.

    Bei mir ist das große Jahresziel wie bei Dir der Halbmarathon und davor ein paar 10km-Läufe, die mich auch mal motivieren, wo ich sonst das Sofa vorgezogen hätte.

    Alles Gute für Dich!
    Eva

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