Konversation mit dem Schweinehund

Heute habe ich den Tag mal ganz klassisch mit einer großen Tasse Earl Grey, der Zeitung vom Wochenende und einer ordentlichen Käsestulle angefangen:

In meinem Job weiß man nie so genau, was der Tag so bringt. An diesem Montag hat er eine ganze Menge gebracht und ich war froh, mittags mal kurz bei einem Salat durchzuatmen:

Salat, Sellerie, Möhren, Champignons, Tomaten, Avocado und Ei sind schon eine sehr gute Kombi. Dazu gab ein Knäckebrot mit Käse, das sich aber als nicht wirklich fotogen erwiesen hat.

Der Nachmittag ging im selben Tempo weiter und irgendwann war es weit nach 18 Uhr, ich war müde, hatte Hunger und hätte mich am liebsten mit einem großen Glas Wein Zuhause in meinen Lieblingssessel gechilled – wenn nicht eigentlich ein 10 km-Lauf auf dem Plan gestanden hätten.

Und dann fand das folgende, ausführliche Gespräch mit meinem inneren Schweinehund statt:

Schweinehund: Argh, es ist halb acht und Du bist immer noch auf der Arbeit. Du hast Hunger und obendrein noch Kopfschmerzen. Du solltest wirklich nach Hause gehen und die Füße hoch legen.

Ich: Schon klar. Aber ich war die letzten Tage unterwegs und hab nicht wirklich viel gemacht. Heute sollte ich eigentlich die Gelegenheit zum Laufen gehen nutzen…

Schweinehund: Ach was, das macht nichts. Einmal ist keinmal. Außerdem musst Du gleich noch einkaufen gehen. Das wird wieder alles viel zu spät.

Ich: Aber wenn ich das einmal einreißen lasse, wird aus einmal schnell dreimal und am Ende knicke ich das Training wieder für Wochen, ich kenn mich doch! Ich könnte statt der 10 km auch einfach ein bisschen weniger laufen…

Schweinehund: Tja, aber ins Fitnessstudio schaffst Du es heute eh nicht mehr wenn Du noch einkaufen gehen willst – im Kühlschrank herrscht gähnende Leere. Oder willst Du bei dem Wetter etwa raus? Es ist -4 Grad und es schneit….

Ich: Aber wenn ich die Thermosachen anziehe?

Schweinehund: Außerdem ist es dunkel und Du rutschst ja jetzt schon in Deinen komischen Stöckelschuhen rum.

Ich: Naja, aber die Turnschuhe haben eigentlich Profil, das sollte schon gehen…

Die Unterhaltung ging ähnlich weiter und endete damit, dass ich brav einkaufen gegangen bin und Zuhause ebenso brav meine Laufsachen angezogen habe und zu einer kleinen Isartour aufgebrochen bin.

Anne vs. Schweinehund: 1:0                            Yeah!

An der Isar war es kaum glatt, dafür war es wunderschön verschneit und friedlich und nach dem Lauf gings mir blendend!

Eine heiße Dusche später gab es zur Belohnung eine große Portion „Spagetti Carbonara mit ohne viel Kalorien“ nach dem Rezept von Schnüppschnuss (sehr empfehlenswert!), einen kleinen Paprik-Gurkensalat und ein paar Serienhighlights im Bett!

Was ein toller Abend! Vielen Dank Schweinehund!

Frage in die Runde: Wie kommt Ihr dem Schweinehund bei? Was motiviert Euch an den Tagen, an denen Ihr am liebsten einfach nur ins Bett fallen würde?

2 Antworten

  1. Wow, Respekt. Ich freu mich trotzdem auf Tauwetter. Eis, Dunkelheit und Kälte zusammen finde ich einfach super demotivierend.
    PS: Ganz klassische Carbonara geht komplett ohne Sahne (oder Frischkäse) und schmeckt genauso gut 🙂

  2. […] PS: Teil I der „Konversation mit dem Schweinehund“ findet ihr hier […]

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