Yoga und ich!

Pfingstferien! Das heißt mein Yoga-Kurs fällt heute aus und ich habe Zeit, mal ein bisschen zum Thema zu philosophieren. Seit fünf Wochen mache ich einen Kurs im Bewegungsraum, einem kleinen Iyenga-Yoga-Studio in Offenburg – und fühl mich yogiwohl!

Wer mich schon länger kennt wird sich vielleicht wundern – Anne und Yoga? Bis vor ca. einem Jahr gehörte ich nämlich eher zu den Skeptikerinnen. Für mich hat Sport viel mit auspowern und schwitzen zu tun. Das bisschen Yoga-Streching konnte ich bisher nie so richtig Ernst nehmen, Leute die 4 Euro für Yogi-Tee ausgeben habe ich belächelt (hat der eigentlich was mit Yoga zu tun?) und meine ersten Erfahrungen haben mich in meinen Vorurteilen komplett bestätigt..

Vor fast 10 Jahren habe ich mich erstmals zu einem Yoga-Kurs im Unisport angemeldet – Madonnas Arme waren damals noch überzeugende Argumente! Leider konnte ich mir das Lachen bei der Ansage „wir begrüßen jetzt ehrfürchtig die Sonne“ nicht verkneifen und das plötzliche orgastische Atmen um mich herum hat es nicht gerade besser gemacht. Bevor mir nahe gelegt wurde zu gehen, bin ich lieber selber gegangen und habe danach erstmal einen großen Bogen um Yoga gemacht.

Mein zweiter Yoga-Versuch fand in einem Münchner Fitness-Studio statt. Nachdem halb München Yoga macht und ich mir selber endlich die nötige Reife unterstellt habe, wollte ich der Sache nochmal eine Chance geben. Leider ist Versuch Nummer zwei bereits nach dem minutenlangen Bergrüßungs-Ohhhhm gescheitert. Um mich herum sangen die anderen Frauen mit verzückten Gesichtern ihr Ohm, während ich mich fragte ob ich die Pillenausgabe verpasst hätte und mich ein bisschen für den abgesplitterten Nagellack auf dem großen Zeh geschämt habe.

Drei Jahre später – im letzten Jahr – habe ich dann noch einen Versuch unternommen. Diesmal nicht um sexy Oberarme zu bekommen oder um einen Trend mitzumachen, sondern weil ich nach einer Art „Ruhepause“ neben der Arbeit und der Pendelei am Wochenende gesucht habe. Einmal pro Woche komplett entspannen, durchatmen und auf die Stimme im Bauch hören!

Seitdem habe ich regelmäßig Zuhause vor dem Laptop in Position geschmissen und habe jetzt mit einem echten Yoga-Kurs unter professioneller Anleitung angefangen. In der Schule für die ich mich entschieden habe (wer hätte gedacht, dass es Offenburg eine Auswahl gibt….) wird Iyenga- Yoga gelehrt, eine eher körperbetonte Form des Yoga. Es gibt kein Ohhhm und keine orgastischen Seufzer, sondern statt dessen auch mal einen lustigen Spruch, wenn sich jemand von Vrikasana, der Baumstellung, in eine krumme Pappel verwandelt.

Ich komme danach entspannt nach Hause, schlafe wie ein kleines Baby und habe am nächsten Tag Muskelkater – was will man mehr 😉

Frage in die Runde: Yoga – Entspannung pur oder viel Lärm um nichts? Wie seht Ihr das Thema?

Eine Antwort

  1. Ich mache seit Anfang des Jahres auch (naja, nicht ganz regelmäßig) Yoga und bin auch total begeistert. Es ist anders als die Vorurteile, weniger anstrengend als ich dachte und tut mir richtig gut. Seltsamerweise bin ich auch total müde danach (ist ein Abendkurs). Für mich eine gute Kombination aus Bewegung, Gleichgewichtsübungen und Entspannung.

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