Der Berg ruft!

Mein Fazit des vergangenen Wochenendes:

–          Viele, viele Höhenmetern

–          Einen Rucksack voll mit wunderschönen Eindrücken

–          Der beste Apfelstrudel der Welt

–          Eine Blase an der rechten Ferse

Wie  man dazu kommt? Beispielsweise, indem man eine Hüttentour durch das Karwendelgebirge macht. Nachdem meine letzte Hüttenwanderung geschätzte 15 Jahre zurück liegt, war ich am Freitag allerdings echt gespannt, was mich am Wochenende so erwarten würde.

Los ging es zusammen mit Mr. Rudy und zwei Freunden bei schönstem Sommerwetter in Hinteriss, Tirol. Der Blick vom Parkplatz war eigentlich schon bezeichnend für den Rest des Wochenendes:

Wunderschönste Landschaft, soweit das Auge reicht.

Davon konnte ich die nächsten vier Stunden allerdings nur während ein paar kurzen Verschnaufpausen was sehen. Der Weg zu unserer ersten Hütte – dem Karwendelhaus – ging nämlich recht zackig nach oben und als….sagen wir mal… leicht eingerostete Wanderin, musste ich mich schon auf den Weg konzentrieren.

Weil einem jeder sagt, dass man neue Wanderstiefel vor einer größeren Tour ordentlich einlaufen soll und ich diesen guten Rat natürlich ignoriert habe, machte sich nach ca. 2 Stunden die erste Blase bemerkbar. Sie wurde gleich mit meiner neuen Wunderwaffe (Gel-Blasen-Pflastern vom dm – danach spürst Du nix mehr!) verarztet und ich hatte den Rest des Wochenendes meine Ruhe. Glück gehabt!

Nachdem wir uns am Anfang richtig gut unterhalten hatten, wurde es nach weiteren 1,5 Stunden immer ruhiger. Keine Ahnung an was die anderen so dachten…ich war jedenfalls geistig mit der imaginären Speisekarte des Karwendelhauses beschäftigt: „Buttermilch und Schweinsbraten oder doch lieber Radler und Käsespätzle? Oder doch lieber erstmal einen Almdudler…“

Und dann waren wir endlich da: verschwitzt, durstig, müde und huuuungrig!

Das Karwendelhaus


Eine Runde Radler, Käsespätzle und eine Portion Apfelstrudel später….

Laut Bedienung übrigens der absolut beste Strudel weit und breit – was ich nur bestätigen kann!

…lag ich um Punkt 22 Uhr in meinen Hüttenschlafsack eingemummelt in der Koje.

Hüttenluxus: Sechserzimmer statt Matratzenlager

Ausschlafen kann man im Tal, aber definitiv nicht auf Wanderhütten. Nach einer großen Schüssel Bircher Müsli (irgendie sind meine Overnight Oats auch Müsli Bircher Art, oder?) ging es Punkt 8 Uhr los zum ersten (und für dieses Mal einzigen) Gipfel: dem Hochalmkreuz.

Brotzeit!

Das Wetter war leider nicht ganz nicht ganz so warm wie am Vortag, deshalb wanderten wir in unsere Fliessjacke eingemummelt (Hochsommer in den Alpen heißt eben eher 15 Grad) weiter Richtung Falkenhütte. Die Landschaft unterwegs erinnerte mich dabei abwechselnd an Heidi, Mittelerde oder Tibetvorträge.

Auf der einen Seite diese mächtigen Riesen...

Auf der anderen Seite niedliche Blumenwiesen

Weil die Jungs beim letzten Aufstieg ordentlich Kitt gaben, kam ich ziemlich feddisch an der Hütte an.

Hütte - hurra!

Da kamen mir nach einer schnellen Katzenwäsche im Waschraum (keine Duschen und nur kaltes Wasser im Waschraum….brrrr!) die Tiroler Speckknödel gerade recht.

Überhaupt habe ich in den drei Tagen richtig viel gefuttert – ohne erkennbare Spuren 😉 Anscheinend macht Wandern nicht nur Spaß, sondern ist auch ein Kalorienschlucker ohne Ende.

These boots are made for walking!

Für den Abend stand nur noch Sonnenuntergang gucken auf dem Programm:

Dazu  muss man nix zu sagen, oder?

Danach gings wieder zeitig in die Stockbetten. Leider war die Nacht nicht ganz so entspannt. Beim nächsten Mal reisen die Ohropax definitiv mit!

Mit dem einsetzenden Muskelkater und viel Vorfreude auf eine ausgiebige Dusche Zuhause ging es dann am nächsten Tag wieder zurück ins Tal.

Tschüß Kühe!

Bis bald – nicht erst wieder in 15 Jahren!

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