Die moderne Ehe

Beim Frühstück…

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….frischer Eiskaffee mit Milch, ein Brot mit Teewurst (Kindheitserinnerungen!) und ein Apfel…

habe ich heute morgen in dem neuen Kochbuch geblättert, das uns der Standesbeamte letzte Woche bei der Anmeldung geschenkt hat. Nennt man das eigentlich noch “das Aufgebot bestellen”?

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Es ist eines dieser Basic-Kochbücher, in dem verschiedene Garmethoden, Mengenberechnungen etc. nochmal ganz genau erklärt werden.

Eigentlich eine sehr nette Geste…bis mir DIESER Satz ins Auge viel:

 

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Im Zug aufgenommen, deshalb ein bisschen verwackelt…

Soso, so definiert also die Stadt Offenburg die Rollenverteilung in einer modernen Ehe. Welcome to the 50’s!

Frage in die Runde: Mich nerven solche vermeintlich kleinen “Fehler”.  Übertreibe ich ? Was meint ihr?

Mehr Wochenende!

Heute wäre der ideale Zeitpunkt, um endlich das Viertagewochenende einzuführen!

Das Wochenende war toll aber anstrengend: viele Kilometer gefahren, viel zu wenig Schlaf, viel ungesundes Essen, viel Prosecco und Kölsch, no Sport!

Jetzt noch einen Tag zum Ausschlafen, Zuhause rumwerkeln, Laufen gehen und einen langen Spaziergang haben….das wärs! 🙂

Zum Abendessen gab es deshalb Vitamine: einen großen Salat und überbackene Brote:

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Nach solchen Wochenende habe ich oft Salatheißhunger.

Die Brote sind ein Überbleibsel aus meiner Studentenzeit, als ich praktisch alles mit Käse überbacken habe, was mir in die Quere gekommen ist. Manchmal habe ich auch geschmolzenen Käse pur (bevorzugt Schafskäse) gegessen.

Pläne:

Für nächste Woche habe ich mir vorgenommen, wieder sportlich durchzustarten. Ich möchte in den nächsten Monaten vor allem daran arbeiten schneller zu werden. Dafür werde ich mehr mit Pulsuhr trainieren und will diese Woche im Fitnessstudio zusammen mit einem Trainer mal meinen Maximalpuls bestimmen.

Frage in die Runde: Trainiert ihr mit einem geschätzten Maximalpuls oder habt ihr ihn schon mal messen lassen? Und wenn ja, welche Methode habt ihr verwendet?

Stinky and the rain!

Heute morgen habe ich mich um 6 Uhr zu meiner ersten Nachmarathon-Laufrunde aus dem Bett gequält. Die Mittagspausen-Lauftreff läuft nämlich im Sommer lieber morgens früh, wenn es noch nicht so heiß ist.

Alleine finde ich es wirklich extrem schwer, mich so früh aus dem Bett zu bewegen. Aber wenn ich weiß, dass die anderen warten UND ich sowohl Laufsachen rausgelegt als auch das Bürooutfit eigepackt habe, klappt es ganz gut.

Ich war wirklich gespannt, wie die 5 km laufen. Die letzten Tage hatte ich nämlich bösen Muskelkater in den Oberschenkeln und bin Treppen eher runtergehoppelt als gelaufen. Man lernt durch so was die Vor- und Nachteile einer netten Altbauwohnung im dritten Stock auch nochmal ganz anders kennen 😉

Aber die 5 km liefen erstaunlich geschmeidig: ob es an dem netten Gespräch, dem nasskalten Wetter oder dem grünen Frühlingswald lag? Keine Ahnung, aber anscheinend habe ich Marathon ziemlich problemlos weg gesteckt. Wer hätte das gedacht….

Auf den letzten Metern fing es an zu nieseln, was mich zum eigentlichen Thema dieses Posts bringt. Ich mag Regenläufe ja eigentlich ganz gerne. Die Nebenwirkungen – feuchte Schuhe = Müffeltreter – sind allerdings nicht ganz so prickelnd! Weil man ja Laufschuhe eigentlich nicht in die Waschmaschine stecken soll, habe ich mal ein paar Tipps zum Thema eingeholt und dabei gleich noch die Social Media Kompetenz einiger (An)Laufstellen auf Facebook getestet:

Bei Asics wollte mir leider niemand antworten 😦

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Dafür habe ich auf dem Laufportal jede Menge Tipps bekommen:

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Und Brooks Running Team hat sogar eine kleine Büroumfrage gestartet:

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Wie nett ist das denn bitte!

Zedernholzsäckchen sind mir zu exotisch, deshalb werden patschnasse Schuhe seitdem mit Zeitungspapier versorgt. Und Mr. Rudys Deo muss bei hartnäckigen Matschdüften auch ab und an mal dran glauben.

Frühstück war übrigens eine Kantinensemmel mit ein paar Trauben und Obst:

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Und zum Abendessen gab es einen schnellen Salat und ein deliziöses neues Hummusrezept für Basilikum-Hummus mit weißen Bohnen von meiner neuesten Blog-Entdeckung: homemade delicousness (Vorsicht: nur in absolut sattem Zustand vorbei surfen):

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I love Hummus!!!

Hat leider nur für ein Bild gereicht, danach war der Akku alle und nachdem der Akku wieder voll war, war das Humus weg! Aber die Originalbilder sind eh schöner.

Frage in die Runde: Was ist euer Geheimrezept L’eau de Stinky?

Copycat Salat

Wieso schmecken Salate extern eigentlich oft so viel leckerer als der selbstgemachte Salat Zuhause?

Alleine wie der Salat schon angerichtet ist: ein Berg unterschiedlichster Zutaten, grün, gelb, rot, bunt. hübsch dekoriert mit einer knusprigen Scheibe Vollkornbaguette daneben. Und dann dieses raffinierte Dressing….und die knusprigen Croutons…

Bei uns kommt dagegen viel zu oft die selbe Kombination aus ein paar  Blättern Eisbergsalat mit Tomaten, Möhren, Gurke und Balsamico-Olivenöl Dressing auf den Tisch. Kein Wunder, dass das Zufriedenheitsgefühl danach nur so lala ist.

Deshalb habe ich gestern den Copycat Salat erfunden:

Wie das geht? Einfach auf die Website des Stamm-Bistro/Kaffee/Restaurant/beliebige andere Lokalität gehen, Lieblingssalat in der hoffentlich vorhandenen virtuellen Speisekarte nachschlagen und nachbauen:

Taraaaah: I present my first  Indian Summer Copycat Salat, frei nach Dean & David:

In the Mix:

1 Hand voll Eisbergsalat

1 Hand voll Ruccola

8 halbierte Cocktailtomaten

1/2 gestiftelte Zucchini

2 Frühlingszwiebeln

8 halbierte blaue Trauben

8 schwarze Oliven

4 Champignons, in Scheiben geschnitten und angebraten

3 Esslöffel angeröstete Sonnenblumenkerne

1 Päckchen Schafskäse (unbedingt den Käse mit Schafsmilch nehmen – schmeckt viel aromatischer)

Ein Dressing aus Sonnenblumenöl, weißem Balsamico und Honig

Wer vergleicht merkt schnell, dass der Salat tatsächlich nur angelehnt ist. Einige Zutaten hatte ich nicht, andere mußten weg und sind deshalb in den Salat gewandert.

Aber das Gesamtergebnis war der wirklich gut: frisch, fruchtig und endlich mal was anderes!

Was ist besser als Erdbeeren zum Frühstück?

NICHTS!

Deshalb habe ich heute zum Frühstück ein halbes Kilo Erdbeeren verspeist. Alleine!

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Ich LIEBE Erdbeeren!

Am liebsten pur, gerne aber auch als Smoothie, im Jogurt, als Bowle, im Salat oder zu Eis. Weniger gerne als Kuchen, weil sie unter dem ganzen Guss oft ihren Eigengeschmack verlieren.

Übrigens sind Erdbeeren auch eine Art natürliches Schmerzmittel. Sie enthalten nämlich Methylsalizylsäure, die den Inhaltsstoffen des Aspirins sehr nahe kommt. Angeblich helfen Erdbeeren daher besonders gut bei Kopfschmerzen, Rheuma, Gicht und Migräne. Ob Sie auch bei Muskelkater helfen??? Meine Oberschenkel sind nach Sonntag nämlich noch ziemlich lädiert. Treppen lassen sich beispielsweise nur runterhoppeln….

Gutenberg Marathon Mainz: So wars

Im Januar habe ich mich für den Gutenberg Marathon in Mainz angemeldet. Mein großer Traum, seitdem ich beim ersten Marathon an der Strecke stand und die Läufer angefeuert habe. Und gestern habe ich es geschafft! Ich bin Marathon Läuferin!

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Eigentlich dachte ich, dass ich vor Aufregung und dem schweren Essen im neuen Vapiano in Mainz (nicht zu empfehlen!) in der Nacht vor dem Marathon kaum schlafen würde. Aber ich schlief bis zum Weckerklingeln um 7.00 Uhr durch wie ein Baby.

Zum Frühstück gab es ein großes Marmeladenbrot, ein paar Erdbeeren, eine Tasse Kaffee, viel Wasser, den Wetterbericht und eine erste Lagebesprechung mit meinem Vater, der den Halbmarathon mitgelaufen ist.

The Plan

Danach habe ich ganz schnell nochmal meinen Plan korrigiert. Eigentlich wollte ich mich an einem Schnitt von 6:20 –06:30 Min/ km orientieren. Nachdem aber Temperaturen bis zu 28 Grad und strahlender Sonnenschein vorher gesagt wurden, habe ich das nochmal nach hinten korrigiert. Lieber langsam und safe, mit Trinkpause bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Nach dem Frühstück drehe mein Magen noch ein paar Purzelbäume und ich ein paar Runden ums Ecksche, dann war das Thema Lampenfieber (gibt es dazu auch ein Sport-Äquivalent???)  abgehakt.

In der Stadt lieferte ich meinen Vater bei den schnellen Läufern ab (ich sage nur Zielzeit 1:41 für den HM) und reihte mich selber ganz hinten ein. Ich habe bei großen Veranstaltungen nämlich immer die Tendenz, mich tempomäßig komplett an meinem Umfeld zu orientieren. Und wenn das Umfeld den Marathon in 3:10 Stunden läuft, renne ich das Tempo 5 km mit und kann danach nicht mehr. Also lieber laaaangsam anfangen.

09:30 Uhr: Start!

…und um 09:40 Uhr trabte ich dann auch mal über die Startlinie….mit ein paar Tränchen in den Augen, weil mich diese Massenstarts immer so verdammt sentimental machen. Und das wurde die nächsten Kilometer kaum besser: Lustige T-Shirts, ein laufender Finther Gickel, das Mainzer Schloss, die Sprüche der Moderatoren am Rand, meine Rheinallee, Mombach mit seinen vielen Bands und Zuschauern, die aufgeregten Kiddies in der ersten Wechselzone des Schülerlaufs….ich hätte dauernd heulen können vor Glück. Aber Seitenstechen und Schnappatmung sind trotz  Glücksgefühle uncool – deshalb hab ich mich ab km 5 zusammen gerissen.

Bei Kilometer 9 quatschte mich ein Mädel von der Seite an: “Ey, wir laufen schon die ganze Zeit das selbe Tempo, hast Du Lust zusammen zu laufen”? Danach liefen wir bis Kilometer 18 zusammen und hatten riesigen Spaß dabei. Wer hätte gedacht, dass man sich bei einem Marathon so nett unterhalten kann :-).

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Danke Margot!!!

Halbzeit

Die ersten 21 km waren mein bisher schönstes Halbmarathonerlebnis: tolles Wetter, gute Beine und sensationelle Stimmung. In den Zielbereich reinlaufen und unter dem Jubel der Menschenmasse in die zweite Runde einsteigen war einfach überwältigend!

Danach ging es über die Brücke nach Mainz-Kastel rüber und das war dann leider nicht mehr ganz so schön. Insgesamt sind rund 1300 Läufer von insgesamt 9500 Teilnehmern den Marathon gelaufen und dementsprechend dünn war nach der Halbmarathonmarke auch das Feld – und die Zuschauerreihen.

Mantra

Kilometer 25 bis 30 waren heiß, anstrengend und langweilig. Außerdem waren die bis dato üppig verteilten Wasserstellen etwas spärlicher gesät. Zeit, mein neues Motivationsmantra auszuprobieren:  Am Tag vorher hatte ich in der Runners World einen Artikel über den Sieg von Uta Pipping beim Boston Marathon 1996 gelesen. Pipping litt den größten Teil der Strecke unter Durchfall und Unterleibskrämpfen, gewann den Marathon aber trotzdem in einer neuen Rekordzeit. Was sind dagegen schon ein bisschen Sonne und schwere Beine….

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Am kämpfen!

Rechenübung

Nach Kastel kam wieder Mombach – und noch mehr menschenleere Werbegebiete. 😦

Mein Lichtblick: nach Mombach kommt die 35 km Marke, von da ist es nicht mehr weit zur 37 km Marke und von da sind es nur noch 5 km.

Deliriumlogik! Für diese Rechenleistung brauchte ich übrigens 2 km und alle 10 Finger.

Ab Kilometer 35 konnte ich aber nochmal aufdrehen und auch einige Leute überholt.  Meine Zeiten wurden nochmal schneller und ich fühlte mich auch wieder fitter.

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Vor der Christuskirche – im August gibts noch mehr Bilder davon

Nach einem kleinen Durchhänger bei Kilometer 40 drängte mich der letzte Rest Willenskraft zu einem kleinen Endspurt und ich war im Ziel!

Feddisch!

Ins Ziel kommen war unglaublich….alle jubelten: Freund, Mutter, Freundin…ich konnte kaum atmen, weil ich lachen, weinen und gleichzeitig Luft holen wollte und dann …war mein Kopf einfach nur noch Leer. Wenn man sich 4:41 Stunden auf ein Ziel konzentriert und es dann erreicht, fällt man irgendwie ein ein kleines Loch. Ein sehr krasses Gefühl!

Zum Glück holen die schmerzenden Beine einen ganz schnell wieder in die Realität zurück und dann übernehmen Freude, Stolz, Durst und ein wahnsinnig großes “Wie-geil-ich-kanns-nicht-glauben”-Grinsen. Das habe ich übrigens immer noch im Gesicht und da wird es wohl auch noch ein paar Tage bleiben!

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Alleine hätte ich es aber nicht geschafft, deshalb:

  • Vielen Dank an Mr. Rudy, der mir an winterlichen Rumfleez-Sonntagen Beine gemacht hat.
  • Vielen Dank an mein Supporter-Team an der Strecke: meine Mutter, Mr. Rudy, Lydia und Floris.
  • Vielen Dank an meine Online-Supporter: allen voran Julia von German Abendbrot (Dein Post heute hat mich so gerührt! ) Laufline, Miss Monster, SarahEmilyläuftMarathon und all die anderen laufenden Onlinern.

Geschafft!

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